Frank Beermann hatte nach dem Studium an der Musikhochschule Detmold Kapellmeisterpositionen zunächst am Staatstheater Darmstadt, später am Theater Freiburg inne. 1997 bis 2002 band ihn ein Residenzvertrag an die Hamburgische Staatsoper. Daneben war er u. a. Gast an der Deutschen Oper Berlin, der Königlichen Oper Stockholm, der Oper Bonn, der Bayerischen Staatsoper, der Oper Leipzig sowie am Liceu in Barcelona und der Opéra de Marseille.
Seit seinem großen Erfolg mit Donizettis „Anna Bolena“ in Hamburg widmet er sich mit besonderem Engagement den Werken des italienischen Belcanto. An der Oper Leipzig leitete er den Belcanto-Zyklus (2002/03 „La Sonnambula”, 2003/04 „I Capuleti e i Montecchi”, 2004/05 Meyerbeers „Margherita d’Anjou”).
Regelmäßig leitete Frank Beermann Sinfoniekonzerte in Santiago de Chile und arbeitete unter anderem mit dem Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, der Radiophilharmonie des NDR, dem Rundfunksinfonieorchester des SR, dem Brandenburgischen Staatsorchester, dem Berner Sinfonieorchester, dem Sinfonieorchester St. Gallen, dem Concerto Köln und der Deutschen Kammerakademie zusammen. Beim Bruckner Orchester Linz dirigierte er kürzlich Bruckners 5. Sinfonie und Mahlers 6. Sinfonie.
Mit der Nordwestdeutschen Philharmonie führte er in den letzten fünf Jahren das gesamte sinfonische Werk von Beethoven auf. Zurzeit folgt das Gesamtwerk von Johannes Brahms. Außerdem stehen derzeit besonders die Sinfonien von Gustav Mahler im Mittelpunkt seines Schaffens.
Seit 2000 hat er für die Labels cpo und arte nova mehr als 20 CDs eingespielt, darunter sämtliche Mozart-Klavierkonzerte mit den Bamberger Symphonikern und dem Pianisten Matthias Kirschnereit und alle Sinfonien von Friedrich-Ernst Fesca mit der NDR-Radiophilharmonie. Mehrere seiner Aufnahmen wurden mit Preisen ausgezeichnet. Im Oktober 2007 hat er in Helsingborg mit dem Helsingborg Symphony Orchestra die Einspielung des Gesamtwerkes des schwedischen Komponisten Edvin Kallstenius, ebenfalls für das Label cpo begonnen.
An seinem Wohnort, dem Gut Holzhausen, engagiert sich Frank Beermann für den Verein „KulturGut Holzhausen“, für den er alljährlich das Festival „KulturGut Holzhausen Voices“ betreut.
Seit Beginn der Spielzeit 2007/2008 ist er Generalmusikdirektor der Robert-Schumann-Philharmonie in Chemnitz. Konzerthöhepunkte dieser ersten Saison waren die Aufführungen von Verdis „Messa di Requiem“, Schönbergs „Pelleas und Melisande“ und Strauss’ „Heldenleben“. Es gelang ihm, international agierende CD-Labels für Chemnitz zu interessieren und so wurden bereits die Sinfonischen Dichtungen „Assisi“ und „Visionen“ von Hermann Hans Wetzler eingespielt. Weitere Aufnahmen folgen, so u. a. die sämtlicher Klavierkonzerte von Felix Mendelssohn Bartholdy (mit dem e-Moll-Konzert als Weltersteinspielung).
In der Oper war er bereits 2006 Dirigent von Dietrich Hilsdorfs Inszenierung der Prokofjew-Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“, die im November 2007 mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST geehrt wurde. 2007/2008 leitete er Puccinis „Manon Lescaut“, eine Produktion, die bei ARTHAUS auf DVD erscheint, Nicolais Belcanto-Oper „Il Templario“, die das Label cpo als Live-Mitschnitt auf CD produziert sowie Wagners „Lohengrin“ und Verdis „Aida“.
2008/2009 leitet er in Chemnitz die Opern „Die Rose vom Liebesgarten“ (wiederum gekoppelt mit einer CD-Produktion), die Deutsche Erstaufführung der Eötvös-Oper „Love and Other Demons“, die Wiederaufnahmen der Wagner Opern „Der fliegende Holländer“ und „Tristan und Isolde“, das Ballett „Schwanensee“ sowie eine Reihe von Konzerten der Robert-Schumann-Philharmonie.